
Ist EFT eine TECHNE? Also eine Kunst?
Na ja. EFT ist erlernbar. Manche besuchen einen Einführungsvortrag über EFT und dann gehen sie hin und meinen, dass sie das auch können.
Ich habe noch im Ohr, was mir vor vielen Jahren einmal einer meiner Therapielehrer gesagt hat: .... wenn Technik sich mit Güte paart, dann geschehen die meisten Veränderungen.
Und da sind wir mal wieder bei den Kontroversen: Technik versus Kunst.
Es gibt mehrere Untersuchungen, welche Faktoren psychische Veränderungen in einer Therapie bewirken. Ganz oben steht immer der Faktor: die Qualität der Beziehung zwischen Klient und Therapeut, und das gilt für alle Interventionsverfahren. Man spricht von einer therapeutischen Allianz, von Rapport, Empathie, von Akzeptanz, usw.
Callahan wie Fred Gallo meinen, dass Rapport bei den Klopfverfahren nicht ausschlaggebend seien. An einer anderen Stelle in seinem Buch 'Energetische Psychologie' gibt Letzterer doch zu, dass Rapport vielleicht doch einen Einfluss auf die Effizienz der Interventionen haben könnte. Wobei wir wieder bei der Kunst sind.
Und diese Kunst besteht zumeist aus den drei Ingredienzien: Rapportbildung, Interesse und Akzeptanz zum Klienten. Und vielleicht noch ein paar andere Ingredienzien. Darüber können wir uns ja später mal unterhalten.
Heute zuerst mal zum Thema Rapportbildung als Kunst.
In einer früheren Fortbildungsreihe habe ich gelernt, wie man Rapport bilden kann: z.B. auf die Haltung zu achten, auf den Atem, auf den Sprachduktus, die Augenstellung usw. Das gilt auch für die EFT-Practitioner.
Aber auf eine wichtige Seite von Rapport möchte ich besonders hinweisen:
man muß das Gedächtnis schulen, um sich die Wortwahl zu merken, mit der die Klientin ihre Situation beschreibt. Darin kann man mancherlei entnehmen:
wie sie ihre Realität beschreibt,
ob einschränkende Beliefsysteme dominieren,
wie die emotionalen Situationen offen oder verdeckt definiert werden.
All diese Beobachtungen dienen mir nachher bei den Klopfrunden als 'Material', um die verschiedenen Facetten der EBS in Kurzformeln zu fassen und variieren zu können.
Und das ist eine Mixtur aus Technik, Kunst und Intuition.
Darüber mehr ein ander Mal.
