Kinder und EFT
Liebe Eltern,
falls Sie die Seiten „Selbsthilfeanleitung Erwachsene“ noch nicht gelesen haben, bitten wir Sie, damit zu beginnen. Dieser Text baut darauf auf. Beachten Sie bitte auch hier, dass wir für den Einsatz von EFT keinerlei Verantwortung und Haftung übernehmen. Die Anwendung erfolgt auf Ihre eigene Verantwortung.
Die Wirksamkeit des EFT Verfahrens ist bei Kindern ebenso wie bei den Erwachsenen abhängig von folgenden Voraussetzungen:
• Das Problem konkret zu benennen
• Ein deutliches Gefühl dazu zu spüren
• Und der Bereitschaft, die Methode anzuwenden
Kinder brauchen die Unterstützung ihrer Eltern oder eines Erwachsenen, der ihnen das Verfahren kindgerecht zeigt. Ab einem Alter von etwa 4 Jahren können Sie EFT einsetzen. Achten Sie bitte unbedingt darauf, ob das Kind seine Belastung oder sein Problem zum Verschwinden bringen möchte und ob es bereit ist, EFT anzuwenden. Überreden Sie das Kind nicht. Wenn es das nicht möchte, respektieren Sie es und versuchen Sie etwas anderes. Besonders wenn Sie EFT für sich selbst erfolgreich angewendet haben, sind Sie gefährdet das Kind überzeugen zu wollen. Bitte hüten Sie sich davor. Sie würden nur Misserfolg ernten.
Sie brauchen in der Regel keine langen Erklärungen zu machen. Bei kleineren Kindern genügt es oft zu sagen, dass Sie ein paar Zauberpunkte kennen, die Sie klopfen können, um ihm zu helfen und fragen, ob sie es ausprobieren wollen.
Bei älteren Kindern können Sie sagen, dass sie ein paar Entspannungspunkte kennen, die helfen die Belastung aufzulösen. Wenn Sie Skepsis bemerken, erklären Sie das Verfahren zum Experiment, in der Art, bist du bereit mal was Neues zu probieren. Neugierde wecken, hilft oft.
Viele Kinder wollen, sobald sie die Wirksamkeit bemerken haben, selbst klopfen. Lassen Sie die Kinder das machen. Sie können sich gegenüberstehen oder –sitzen und mit dem Kind gemeinsam klopfen und ihm die Formulierung der Sätze vorsagen. Kinder lernen das Verfahren schnell und können es bald vollständig alleine durchführen. Geben Sie ihrem Kind die Erlaubnis, das auch ohne Sie zu tun. Sich selbst helfen zu können, macht Kinder stolz und gibt ihnen Selbstvertrauen in die eigene Stärke.
Häufige Belastungen von Kindern
Ängste aller Art:
Sie zählen zu den häufigsten Stressoren in der kindlichen Entwicklung. Manchmal sind sie typisch für eine bestimmte Altersstufe, etwa die Angst im Dunkeln oder im eigenen Zimmer zu schlafen. Um das 4. Lebensjahr treten oft Ängste zum Thema Tod auf und wenn die Kinder beginnen das Fernsehen zu entdecken, werden sie erleben, dass es in der Welt des Kindes von Monstern und zwielichtigen Gestalten nur so wimmelt. In der Schule muss das Kind mit den Leistungsanforderungen der Eltern und Lehrkräfte zu Recht kommen, sich im Klassenverband behaupten und eingebunden sein. Hier können sich Leistungs- und Versagensängste zeigen, auch soziale Ängste im Kontakt mit anderen Kindern sind zu beobachten.
Ängste aller Art und Ausprägung können wunderbar mit EFT angegangen werden. Die Problemsätze ergeben sich aus der konkreten Benennung der Angst.
Körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund:
Wir raten dringend, alle körperlichen Schmerzen von einem Arzt diagnostizieren zu lassen. Erst wenn eine medizinische Ursache ausgeschlossen wurde, sollten Sie versuchen diese Beschwerden mit EFT anzugehen. Typisch für solche Beschwerden sind Kopf- und Bauchschmerzen, Klagen über Übelkeit oder Schwindelgefühle. Häufig zeigt das Kind über die Symptome auf der körperlichen Ebene, dass es Hilfe braucht. Wenn Sie einfühlsam und geduldig mit dem Kind sind, werden Sie oft erfahren, was das Kind belastet und haben einen guten Anknüpfungspunkt für das Klopfen.


